BERICHTE UND MELDUNGEN

Stiftungsumfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, die Stiftung Deutscher Heilpraktiker macht seit dem September 2015 eine Umfrage im gesamten Heilpraktikerberuf, deren Abgabefrist bis zum Ende Januar 2016 verlängert wurde.

Die Stiftung, die von mehreren Heilpraktikerverbänden gegründet wurde, ihre Aufgaben aber vollständig verbandsneutral war nimmt, hat die Aufgabe die Methoden der Naturheilkunde und des Heilpraktikerberufes zu dokumentieren und zu diesem Zweck wissenschaftliche Arbeiten zu prämieren oder auch in Auftrag zu geben.

Im Jahr 2015 wurde der Auftrag zu einer Studie über die Situation der heilkundlichen Berufe in Europa und in Deutschland an Frau Dr. Janine Freder, eine Diplombiologin mit großer Erfahrung im Bereich des Arzneimittelrechtes vergeben. Die Ergebnisse der Umfrage werden im Rahmen einer umfangreichen Studie über den Berufsstand ausgewertet und auch publiziert. Um über den deutschen Heilpraktikerberuf Zahlen und Fakten für die Erstellung dieser Studie zu ermitteln, wurde die Umfrage im Berufsstand entworfen und über die Fachzeitschriften und alle großen Berufsverbände an die Kolleginnen und Kollegen verteilt.

Nach der Auswertung der anonymen Umfragebögen werden diese vernichtet und bis zur Vernichtung verschlossen und sicher gelagert.

Es ist für die Gewinnung von fundierten und validen Daten sehr wichtig, dass eine große Zahl von Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern sich an der verbandsneutralen Umfrage beteiligen. Die Umfrage steht als ausfüllbare PDF-Version unter www.dieheilpraktiker.com zur Verfügung. Die ausgefüllte und gespeicherte PDF kann an die neutrale Mailadresse der Stiftung Deutscher Heilpraktiker (stiftung-umfrage@t-online.de) per E-Mail gesendet werden, oder auch per Post oder Fax an die Stiftung Deutscher Heilpraktiker gesendet werden. Briefcouverts und evt. Faxkennungen werden direkt entfernt um die Anonymität der Umfragebögen sicher zu stellen. So ist das Verfahren auch mit der zuständigen Datenschutzbehörde abgesprochen.

Damit die Heilpraktikerverbände in der Politik, bei den privaten Krankenkassen und Behörden etwas für den Berufsstand bewirken können, ist es wichtig, dass sich große Teile des Berufsstandes an dieser Umfrage beteiligen. Darum die große Bitte machen Sie mit, downloaden Sie die Umfrage, füllen Sie sie aus und schicken diese per Post, Fax oder Mail an die Stiftung.

Arne Krüger 1.Vorsitzender der Stiftung Deutscher Heilpraktiker



Aktuelle Stiftungsumfrage zum Download



Bitte füllen Sie die Umfrage aus, direkt online ( benötigt den MS-Internet Explorer oder den Opera Browser ). Alternativ kann der Fragebogen lokal gespeichert und von dort ausgefüllt per EMail-Client, Webmailer, Post oder Fax versendet werden.
Manuelles Versenden bitte an diese Empfängeradresse: stiftung-umfrage@t-online.de

Formular zur Stiftungsumfrage
 

 

 

November 2011

Karlsruhe, den 18. Juni 2011 

Arne Krüger
Arne Krüger                                                                                                                    

Sehr geehrter Herr Dr. Eberwein,

sehr geehrte Frau Eberwein, 

sehr geehrte Damen und Herren der deutschen Heilpraktikerverbände, sehr geehrte Ehrengäste, liebe Kolleginnen und Kollegen, ich darf Sie heute zum deutschen Heilpraktikerkongress und zur Verleihung der Ehrenmedaille der Stiftung Deutscher Heilpraktiker herzlich begrüßen. 

Ich möchte mich an dieser Stelle im Namen des Stiftungsvorstandes bei den deutschen Heilpraktikerverbänden bedanken, dass sie der Stiftung die Möglichkeit gegeben haben, heute auf diesem Kongress die Ehrung vornehmen zu können. 

Neben dem Stiftungsvorstand und Beirat sind heute die Präsidenten und Vorsitzenden der Trägerverbände der Stiftung Deutscher Heilpraktiker anwesend, so der Präsident und die Landesvorsitzenden des Fachverband Deutscher Heilpraktiker, die Präsidentin der Union Deutscher Heilpraktiker, und der Präsident des Verband Deutscher Heilpraktiker, gekommen, sowie als Mitveranstalter dieses Kongresses der deutschen Heilpraktikerverbände auch die Präsidenten des Freien Verband Deutscher Heilpraktiker, als Ehrengäste möchte ich auch nennen, Herrn Dr. Kroth, den Geschäftsführer des Bundesverbandes der Arzneimittelhersteller und Nachfolger von Dr. Eberwein in diesem Amt, sowie Peter Zizmann, den Vizepräsidenten des Kneipp-Bundes. 

Dr. Knöss, der Leiter Abteilung besondere Therapierichtungen des BfArM kann aufgrund einer Auslandsreise nicht kommen, hat mich aber gebeten, Ihnen lieber Herr Eberwein seine herzlichsten Grüße auszurichten. 

Auch Herr Hoffmann der Vorsitzende des BAH und Frau Prof. Kraft von der Gesellschaft für Phytotherapie konnten aus anderen terminlichen Verpflichtungen nicht kommen, haben mich aber gebeten Grüße zu überbringen. 

 Zu den Aufgaben der Stiftung Deutscher Heilpraktiker gehört die Förderung der Naturheilkunde. Der Satzungszweck ist die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens auf dem Gebiet der volks- und naturheilkundlichen Diagnose- und Behandlungsmethoden.  

Sie soll insbesondere deren Fortbestand in Lehre und Forschung, mittels Durchführung der als förderungswürdig befundenen Vorhaben zum Nutzen der Volksgesundheit sichern sowie die Vorbereitung zum Beruf des Heilpraktikers und  die Fortbildung im Heilpraktikerberuf verbessern.  

Der Stiftungszweck wird insbesondere durch die Durchführung wissenschaftlicher Forschungsvorhaben im naturheilkundlichen, arzneimittelrechtlichen sowie berufsrechtlichen Bereich verwirklicht, die zum Nutzen der Volksgesundheit ausgewertet und gesammelt werden. 

Dr. Bernd Eberwein hat sich im Sinne dieses Stiftungszweckes um die Naturheilkunde, den Heilpraktikerberuf, die Erforschung und den Erhalt von homöopathischen und pflanzlichen Arzneimitteln in Deutschland und Europa verdient gemacht. 

Dr. Eberwein
Dr. Eberwein

Bernd Eberwein wurde im Jahr 1947 in Lauffen am Neckar geboren. Dort hat er auch seine Kindheit und Schulzeit verbracht. Nach dem Abitur im Jahr 1965 hat er das Studium der Chemie an der Technischen Hochschule, später an der Universität Stuttgart begonnen, welches im Jahr 1974 mit der Hauptprüfung zum Diplom-Chemiker abschloß. 

Im Jahr 1975 folgte die Promotion zum Dr.rer.nat. über ein Thema im Grenzbereich zur metallorganischen-(physiologischen) Chemie. 

Im Jahr1975 erfolgte auch der Eintritt als wissenschaftlicher Mitarbeiter in das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Sozialordnung Baden-Württemberg, Stuttgart, dort war Herr Eberwein zuständig für Umweltschutz, Luftreinhaltung und medizinischen Arbeitsschutz. 

Ab 1977 folgte beruflich eine Direktionsassistent in der Frankfurter Arzneimittelfirma Merz + Co wo Herr Eberwein  zuständig für wissenschaftliches und technisches Management war, u.a. für Herstellung und klinische Prüfung von Arzneimitteln und die Arzneimittelentwicklung. 

Neben dieser Tätigkeit begann Dr. Eberwein mit seiner diagnostischen und therapeutisch-medizinischen Ausbildung mit dem Ziel Heilpraktiker, was uns als Stiftung besonders freut, denn dadurch zeigte sich ja schon früh das Interesse und die Begeisterung für die Naturheilkunde und den Heilpraktikerberuf. 

Ab 1980 war Dr. Eberwein Mitglied der Geschäftsleitung der Berliner Arzneimittelfirma Dr. Mann und dort zuständig für Entwicklung und Vertrieb von Arzneimitteln, die Betreuung der Außendienste sowie die Erforschung und Zulassung von Arzneimitteln. 

Im Jahr 1981 erfolgte dann die amtsärztliche Überprüfung und damit die Zulassung als Heilpraktiker. Damit wurde Dr. Eberwein dann auch ein Herr Kollege. 

Von 1981 bis zum Jahr 2000 war Herr Eberwein als Geschäftführer des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller (BAH) in Bonn tätig. 

Aus dieser Funktion heraus, aber auch aus persönlichem Interesse hatte er auch vielfältige Tätigkeiten und Aufgaben im Bereich des Arzneimittelrechts, der Arzneimittelforschung und der Zulassung von Arzneimitteln.

Er war Mitglied der Deutschen Arzneibuch Kommission (DAB) und bis 2000 stellvertretendes Mitglied der Deutschen Homöopathischen Arzneibuch Kommission. 

Er war seit 1983 an Mitglied der Sachverständigenausschüsse für Verschreibungspflicht, für Apothekenpflicht, für Standardzulassungen und für Betäubungsmittel des Bundesministeriums für Gesundheit  (BMG). 

In den Ausschüssen für Verschreibungspflicht und Apothekenpflicht konnte ich ihn persönlich erleben und feststellen wie virtuos und überzeugend er die Interessen von Verbraucherschutz und Arzneimittelsicherheit auf der einen Seite und dem Interesse der Menschen, bewährte Arzneimittel weiterhin zur Verfügung zu haben in Einklang brachte. 

Besonders bei kritischen Debatten um Arzneimittel die für Heilpraktiker von Bedeutung waren, war Dr. Eberwein auch immer ein Unterstützer des Heilpraktikerberufes. 

Dr. Eberwein war von 1987 bis 2009 im Vorstand der Gesellschaft für Phytotherapie, teilweise als Schatzmeister, teilweise als stellvertretender Vorsitzender, und hat sich auch hier für die Erforschung, Dokumentation und den Erhalt von pflanzlichen Arzneimittel eingesetzt. 

Er war von 1994 bis 1999 auch stellvertretender Vorsitzender der Forschungs-Vereinigung der Arzneimittel-Hersteller (FAH). 

Im Jahr 1982 war Dr. Eberwein Mitgründer und bis 2008 Mitglied der Geschäftsführung der Kooperation Phytopharmaka, der wissenschaftlichen Vereinigung der Hersteller von pflanzlichen Arzneimitteln). Nach dem Ausscheiden aus der Geschäftsführung im Jahr 2008 erfolgte die  Ernennung zum „Gründer und Vorsitzenden“ der Kooperation. 

Er war auch Mitgründer der Europäischen wissenschaftlichen Kooperation für Phytotherapie (ESCOP) und von 1988 bis 1992 der erste Vorsitzende des Executive Committee und Vorsitzender des Scientific Committee. 

Im europäischen Kontext stand auch die Mitgliedschaft der AESGP-Ausschüsse „Regulatory Affairs Committee“ und des „Committee for Herbal Medicinal Products“ des Europäischen Verbandes der Arzneimittel-Hersteller. Zudem war er Vorsitzender der Working Group on Pharmacovigilance der AESGP.

Eine globale Aktivität war von 1998 bis 2005 die des „Coordinator of the Analgesics Network“ des Weltverbandes der Arzneimittel-Hersteller (WSMI). 

Nach seiner beruflichen Tätigkeit für den BAH ist Herr Eberwein heute als Heilpraktiker in Konstanz niedergelassen. 

Nachdem Herr Dr. Eberwein in den Teilzeitruhestand gegangen ist, hat er zusammen mit seiner Ehefrau das Haus und den Garten von Hermann Hesse erworben und saniert. Das sanierte Hessehaus ist mit dem Landesdenkmalpreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet worden und dort machen Herr Eberwein und seine Frau auch Kulturarbeit. 

Darüber hinaus ist er ehrenamtlich bei der Caritas in Konstanz in der Demenzbetreuung tätig und unterstützt auch als gesetzlicher Betreuer von hilfebedürftigen Menschen. Auch im Vorstand des Seniorenbeirates von Konstanz ist Herr Eberwein tätig. 

Im Sinne dieses Stiftungszweckes verleiht die Stiftung Deutscher Heilpraktiker Herrn Dr.rer.nat. Bernd Eberwein für seine Verdienste um die Naturheilkunde, den Heilpraktikerberuf, die Erforschung und den Erhalt von homöopathischen und pflanzlichen Arzneimitteln in Deutschland und Europa die Ehrenmedaille der Stiftung.

HP-Stiftung - Eberwein

 

Juni 2009

Die gemeinnützige Stiftung Deutscher Heilpraktiker hat am 2. Mai 2009 in Karlsruhe, einen neuen Vorstand und Beirat gewählt. Die Stifterversammlung, bestehend aus den Vertretern der Heilpraktikerberufsverbände Fachverband Deutscher Heilpraktiker ( FDH ), Union Deutscher Heilpraktiker ( UDH ) und Verband Deutscher Heilpraktiker ( VDH ), wählte den neuen Vorstand, der dann auf der ersten Vorstandssitzung auch gleich seine Aufgabengebiete verteilte. Zum 1. Vorsitzenden wurde erneut Arne Krüger, Heilpraktiker aus Berlin, gewählt. Zum 2. Vorsitzenden wurde erneut Dr.rer.nat. Klaus Zöltzer, Heilpraktiker aus Bad Nauheim,  und zum 3. Vorsitzenden wurde Dr.rer.nat. Roland Schulze, Heilpraktiker aus Rostock, gewählt. Die Stifterversammlung dankte dem bisherigen Vorstand und Beirat für die geleistete Arbeit.

Zu den Aufgaben der 1982 gegründeten Stiftung Deutscher Heilpraktiker gehören die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens auf dem Gebiet der volks- und naturheilkundlichen Diagnose- und Behandlungsmethoden. Sie soll insbesondere deren Fortbestand in Lehre und Forschung, mittels Durchführung der als förderungswürdig befundenen Vorhaben zum Nutzen der Volksgesundheit sichern sowie die Vorbereitung zum Beruf des Heilpraktikers und  die Fortbildung im Heilpraktikerberuf verbessern.

Der Stiftungszweck wird insbesondere durch die Durchführung wissenschaftlicher Forschungsvorhaben im naturheilkundlichen, arzneimittelrechtlichen sowie berufsrechtlichen Bereich verwirklicht, die zum Nutzen der Volksgesundheit ausgewertet und gesammelt werden. Die Stiftung Deutscher Heilpraktiker schreibt Stiftungspreise für wissenschaftliche Arbeiten über die Naturheilkunde aus.

 

September 2006

PREISVERGABE FÜR DIE STIFTUNG DEUTSCHER HEILPRAKTIKER

Die Stiftung Deutscher Heilpraktiker fördert Forschungsarbeiten und Veröffentlichungen über die belegbare Wirkung biologisch-naturheilkundlicher Arzneimittel oder naturheilkundlicher Heilverfahren.

Der Vorstand und Beirat der Stiftung Deutscher Heilpraktiker haben beschlossen, an Herrn Heilpraktiker Werner Schmötzer für seine Arbeit „Pilze in der Onkologie neben Mistel, Flechten und Christrose - eine Betrachtung aus naturheilkundlich-anthroposophischer Sicht“ und sein Engagement für die Verbreitung der anthroposophischen Heilweisen unter den deutschen Heilpraktikern den Sonderpreis der Stiftung zu verleihen.

In der umfangreichen Arbeit, die Herr Schmötzer der Stiftung eingereicht hat wird der Stand des Wissens über die vorgestellten Heilpflanzen ( Mistel, Flechten, Christrose und Pilze ) dargestellt sowie die Erkenntnisse und therapeutischen Ansätze des anthroposophischen Welt- und Menschenbildes. Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit sind die Therapieansätze in der Onkologie.

Werner Schmötzer, Jahrgang 1946, ist verheiratet und hat 4 Kinder. Vormals als Konstukteur im Maschinenbau tätig, ist Herr Schmötzer seit 1979 Heilpraktiker und hat eine Naturheilpraxis im ländlichen Raum. Seit 1975 war er im Aussendienst der Firma Weleda tätig und von 1994 bis 2000 Leiter des medizinischen Außendienstes. Von 2000 bis 2005 war er Fachbeauftragter für Heilpraktiker bei der Weleda AG.

Werner Schmötzer hat 1992 die „Arbeitsgemeinschaft anthroposophischer Heilpraktiker e.V.“ gegründet und war von 1992 bis 2005 geschäftsführender Vorstand der Arbeitsgemeinschaft. Neben der Praxistätigkeit hat sich das Engagement von Herrn Schmötzer auch immer auf die Verbreitung der anthroposophischen Heilkunde unter den deutschen Heilpraktikern bezogen.

Die Preisverleihung findet am Samstag, den 21. Oktober 2006 um 13.00 Uhr
auf den 46. Berliner Heilpraktikertagen im Logenhaus Berlin, Emser Str. 12 – 13,
10719 Berlin - Wilmersdorf, statt.

Stiftung Deutscher Heilpraktiker
Arne Krüger, 1. Vorsitzender
 

JUNI 2006

Die gemeinnützige Stiftung Deutscher Heilpraktiker hat am 10. Juni 2006 in Karlsruhe, einen neuen Vorstand und Beirat gewählt. Die Stifterversammlung, bestehend aus den Vertretern der Heilpraktikerberufsverbände Fachverband Deutscher Heilpraktiker ( FDH ), Union Deutscher Heilpraktiker ( UDH ) und Verband Deutscher Heilpraktiker ( VDH ), wählte den neuen Vorstand, der dann auf der ersten Vorstandssitzung auch gleich seine Aufgabengebiete verteilte. Zum 1. Vorsitzenden wurde Arne Krüger, Heilpraktiker aus Berlin, gewählt. Zum 2. Vorsitzenden wurde Dr.rer.nat. Klaus Zöltzer, Heilpraktiker aus Bad Nauheim, und zum 3. Vorsitzenden wurde Udo Lamek, Heilpraktiker aus Landau, gewählt.

Zu den Aufgaben der 1982 gegründeten Stiftung Deutscher Heilpraktiker gehören die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens auf dem Gebiet der volks- und naturheilkundlichen Diagnose- und Behandlungsmethoden. Sie soll insbesondere deren Fortbestand in Lehre und Forschung, mittels Durchführung der als förderungswürdig befundenen Vorhaben zum Nutzen der Volksgesundheit sichern sowie die Vorbereitung zum Beruf des Heilpraktikers und die Fortbildung im Heilpraktikerberuf verbessern.
Der Stiftungszweck wird insbesondere durch die Durchführung wissenschaftlicher Forschungsvorhaben im naturheilkundlichen, arzneimittelrechtlichen sowie berufsrechtlichen Bereich verwirklicht, die zum Nutzen der Volksgesundheit ausgewertet und gesammelt werden. Die Stiftung Deutscher Heilpraktiker schreibt Stiftungspreise für wissenschaftliche Arbeiten über die Naturheilkunde aus.

Der bisherige 3. Vorsitzende der Stiftung, Heilpraktiker Wolfram Herzog, ist Jahrgang 1935. Nach der Ausbildung und einem Wirtschaftsstudium in Berlin war Wolfram Herzog von 1958 - 1972 in den Bereichen Marketing und Vertrieb tätig. Es folgte die Ausbildung zum Heilpraktiker und von 1975 - 2003 die Arbeit in eigener Naturheilpraxis im Odenwald. Die Praxisschwerpunkte dabei waren die Phytotherapie, manuelle Heilweisen und klassische Naturheilverfahren. Herr Herzog ist seit 1997 Träger der Goldmedaille und war von 1998 bis 2006 Vorstandsmitglied der Stiftung Deutscher Heilpraktiker. Der Stiftungsvorstand, Beirat und die Stifterversammlung danken Herrn Herzog für sein Engagement für die Stiftung.

Karl-Fritz König als Mitglied des Beirates der Stiftung, ist Jahrgang 1936 und Vater eines Sohnes. Nach Studium in Duisburg und Düsseldorf 1962 Eröffnung einer Naturheilpraxis in Frankfurt/Main. Seit 1971 Vorstandstätigkeiten im Fachverband Deutscher Heilpraktiker, 25 Jahre lang im Landesvorstand des FDH Hessen. 15 Jahre Mitglied des Bundesvorstandes als 1. und 2. Vizepräsident des FDH. Seit 2002 als 3. Vizepräsident des FDH tätig und Vorstandsmitglied der überverbandlichen GebüH- und Gutachterkommission. Von 1998 bis 2003 war K.F. König 1. Vorsitzender der Stiftung Deutscher Heilpraktiker und seit 2003 im Beirat der Stiftung. Er ist auch Autor des Buches "KOMMENTAR ZUM GEBÜH".

Ute B. Klose als Beiratsmitglied, ist Jahrgang 1944. Frau Klose arbeitet als Heilpraktikerin in Gettorf / Schleswig-Holstein seit 1977. Von 1998 bis 2001 war sie stellvertretende Landesvorsitzende des Fachverband Deutscher Heilpraktiker - Landesverband Schleswig-Holstein e.V.. Zusätzlich ist Frau Klose die Ombudsfrau des Fachverband Deutscher Heilpraktiker – Bundesverband. Von 1998 - 2003 war Frau Klose 2. Vorsitzende der Stiftung Deutscher Heilpraktiker und ist seitdem im Beirat der Stiftung.

Stiftung Deutscher Heilpraktiker
Arne Krüger, 1. Vorsitzender
Mohriner Allee 88
12347 Berlin

Stiftung Deutscher Heilpraktiker
Geschäftsführung
Dr.rer.nat. Klaus Zöltzer
Karlstr. 2
61231 Bad Nauheim


 

Juni 2005

Die Arbeit von Herrn Dr. phil. Thomas Scholz, Preisträger aus dem Jahre 2004,  erscheint in der Fachzeitschrift "Naturheilkunde". Hier ein Link zu diesem Artikel, mit freundlicher Genehmigung des Verlages "Richard Pflaum".

Oktober 2004

PREISVERGABE DER STIFTUNG DEUTSCHER HEILPRAKTIKER

Die Stiftung Deutscher Heilpraktiker fördert Forschungsarbeiten und Veröffentlichungen über die belegbare Wirkung biologisch-naturheilkundlicher Arzneimittel oder naturheilkundlicher Heilverfahren. Die Arbeiten müssen nachvollziehbaren Kriterien entsprechen, dürfen bisher nicht veröffentlicht worden sein und auch keiner Fachzeitschrift zugesagt sein. Die Arbeiten müssen in einer veröffentlichbaren Form sein.

Für das Jahr 2004 hat die Stiftung Deutscher Heilpraktiker eine Arbeit des Berliner Heilpraktiker Dr. phil. Thomas Scholze ausgezeichnet. Herr Scholze hatte eine Arbeit über die Behandlung der Nasenschleimhaut als naturheilkundliche Schlüsseltherapie verfasst. Diese Arbeit ist dem Kollegen Wilhelm Quast aus Berlin gewidmet, der diese Therapieart entwickelt hat. Auf den Berliner Heilpraktikertagen am 23. Oktober 2004 wird der Stiftungspreis in Höhe von 1.500,00 € an Herrn Dr. Scholze vergeben und auch der Kollege Quast wird in diesem Zusammenhang geehrt werden.

Die prämierten Arbeiten werden nach Absprache mit dem Autor von der Stiftung oder dem Autor veröffentlicht ( in Fachzeitschriften oder der Homepage der Stiftung ).
Für das Jahr 2005 wird die Stiftung einen Stiftungspreis von 1.500,00 € ausschreiben.
Die Arbeiten für den Stiftungspreis 2005 müssen bis zum 1. März 2005 an die Stiftung Deutscher Heilpraktiker eingesandt werden.

Es besteht bei den Bewerbern kein Rechtsanspruch auf einen Stiftungspreis. Der Vorstand und Beirat der Stiftung entscheiden über die zur Bewerbung eingereichten Arbeiten. Für den Fall, dass keine der Arbeiten den Kriterien zur Preisvergabe entsprechen, behalten sich Vorstand und Beirat vor, keinen Stiftungspreis zu vergeben, bzw. nur kleinere Anerkennungspreise zuzuerkennen.

Die Anforderungen für die Arbeiten können hier eingesehen werden.
 

Oktober 2003

Die gemeinnützige Stiftung Deutscher Heilpraktiker hat am 22.10.2003, in Frankfurt, einen neuen Vorstand und Beirat gewählt. Die Stifterversammlung, bestehend aus den Vertretern der Heilpraktikerberufsverbände Fachverband Deutscher Heilpraktiker ( FDH ), Union Deutscher Heilpraktiker ( UDH ) und Verband Deutscher Heilpraktiker ( VDH ), wählte den neuen Vorstand, der dann auf der ersten Vorstandssitzung auch gleich seine Aufgabengebiete verteilte. Zum 1. Vorsitzenden wurde Arne Krüger, Heilpraktiker aus Berlin, gewählt. Zum 2. Vorsitzenden wurde Dr.rer.nat. Klaus Zöltzer, Heilpraktiker aus Bad Nauheim, und zum 3. Vorsitzenden wurde Wolfram Herzog, Heilpraktiker aus Mosbach, gewählt. Die Vorstandsmitglieder Karl-Fritz König und Ute Klose erklärten, dass sie nach ihrer langjährigen Vorstandsarbeit nicht mehr für ein neues Vorstandsamt kandidieren würden aber künftig gerne ihre Erfahrungen als Beiratsmitglieder einbringen. Beide wurden von der Stifterversammlung in den Beirat der Stiftung gewählt und stehen dem neuen Vorstand auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite.

April 2003

Vorstand und Beirat der Stiftung Deutscher Heilpraktiker haben auf einer gemeinsamen Sitzung am 8. Februar 2003 über die eingereichten Arbeiten für den Stiftungspreis beraten. Da leider keine der Arbeiten den Anforderungen an wissenschaftliche Arbeiten zur Naturheilkunde oder zum Berufsstand des Heilpraktikers genügt hat, konnte kein Stiftungspreis vergeben werden. Um für zukünftig eingereichte Arbeiten die notwendigen Anforderungen zu präzisieren hat der Stiftungsvorstand diese neu bearbeitet.

Die Anforderungen können hier nachgelesen werden. 

Der Vorstand hat beschlossen im Jahr 2003 erstmalig eine Goldmedaille der Stiftung verbunden mit einem Rhetorikpreis für herausragende Vortragsleistungen im Bereich der Heilpraktikerfort- und Weiterbildung zu vergeben.

Der Rhetorikpreis wird im Jahr 2003 anlässlich des Deutschen Heilpraktikerkongress in Karlsruhe am 14. Juni 2003 an den Berliner Heilpraktiker Andreas Krüger vergeben. 

Ein weiteres Projekt, welches die Stiftung Deutscher Heilpraktiker gefördert hat, ist ein Buch zur Geschichte des Heilpraktikerberufes von Diplom-Biologin Janine Freder. Das Buch erscheint im Verlag Volksheilkunde und soll zum Heilpraktikerkongress in Karlsruhe fertig sein und dort vorgestellt werden. Weiter unten auf dieser Seite finden Sie einen Auszug.

 

Rhetorikpreis 

Andreas Krüger, der Preisträger des Rhetorikpreises ist Jahrgang 1954 und hat in seinem ersten Beruf als staatlich geprüfter Masseur und medizinischer Bademeister in verschiedenen Kliniken und im elterlichen Saunabetrieb gearbeitet. Nach der Heilpraktikerausbildung ist er seit 1982 als Heilpraktiker mit den Schwerpunkten Homöopathie und Leibarbeit tätig. Seit 1983 ist er Dozent für Homöopathie an der Samuel-Hahnemann-Schule und seit 1988 dort auch Schulleiter. Seit 1991 ist er 1. Vorsitzender der Arthur-Lutze-Gesellschaft zur Förderung der Homöopathie und Naturheilkunde in den neuen Bundesländern und in Berlin e.V.. Als ehemaliges Mitglied und Dozent der Boller Homöopathieschule hat er in Berlin an der Samuel-Hahnemann-Schule der Homöopathie einen neuen Ansatz hervorgebracht und mit Hans-Jürgen Achtzehn zusammen die prozessorientierte Homöopathie entwickelt. Homöopathische Trancearbeit und Familienaufstellung sowie die Entwicklung der "Ikonen der Seele" als systemische Aufstellungsarbeit sind seine gegenwärtigen Arbeitsschwerpunkte. Andreas Krüger ist Autor der beiden Bücher "Reisen in die Länder der Seele" und "Tafelrunde der Seele" sowie Mitautor des Buches "Der homöopathische Ring". Er ist verheiratet und hat eine Tochter.

 


Buchauszug

Die Geschichte des
Heilpraktikerberufes
in Deutschland
unter Berücksichtigung
der historischen Entwicklung
vor, während und nach der
deutschen Teilung
von

Janine Freder, Diplom-Biologin

mit Unterstützung der Stiftung Deutscher Heilpraktiker e.V. wurde diese Arbeit erstellt, wobei der anfängliche Schwerpunkt in der geschichtlichen Entwicklung des Heilpraktikers und der speziellen Situation von Heilpraktikern in der DDR lag. Später wurde die Arbeit um die geschichtliche Entwicklung des Berufes in der BRD erweitert, wobei auch die Situation nach der deutschen Einheit berücksichtigt wird.

Das Buch wird im Verlag Volksheilkunde erscheinen und zum Deutschen Heilpraktikerkongress im Juni 2003 vorgestellt werden. Nachfolgend einige Auszüge aus dem Werk.
 

Babylon

Auch die babylonische Medizin war noch stark magisch-dämonistisch orientiert. Totengötter, Dämonen und Geister spielten eine große Rolle. Des weiteren gehörten individuelle Gottheiten zur Lebensweise eines jeden Menschen; sie wachten über sein persönliches Verhalten. Verfehlungen, Normübertretungen gegen Verstorbene oder die Götter selbst konnten je nach Belieben und Schweregrad mit Krankheit oder Tod geahndet werden. Drei Therapieformen waren bekannt. Einerseits konnte der Patient ohne Hilfe eines Arztes Besänftigungsrituale und Reinigungszeremonien durchführen, die die erzürnte Gottheit beruhigen sollten. Die zweite Möglichkeit erforderte schon die Mithilfe eines Priesterarztes oder Beschwörungspriesters; sie strebte eine Vertreibung oder wenigstens eine Bannung des bösen Dämons an und bediente sich verschiedener Beschwörungsformeln und magischer Rituale. Die dritte Möglichkeit kommt am ehesten einer somatischen Heilung gleich: sie bedurfte der Mitwirkung eines somatisch orientierten Arztes und bediente sich einer Reihe von Heilmaßnahmen, zu denen auch die medikamentöse Therapie gehörte.

Die therapeutischen Maßnahmen der babylonischen Ärzte waren außerordentlich vielseitig und setzten eine hochdifferenzierte Pharmakopöe voraus. Nach einer sehr genauen und differenzierten Inspektion des Patienten stellte der Arzt eine Diagnose und entschied sich für den einzuschlagenden Therapieweg, der in der Regel auf selbst hergestellten Medikamenten beruhte. Man unterschied innerlich anzuwendende Medikamente (unverfälschte Tränke  wie Wein, Milch, Wasser und Öl; Getränke, denen Drogen beigemischt wurden - hier war Bier sehr beliebt -; mit Drogen versetzte Speisen; Leckmittel; auch Pillen), äußerlich anzuwendende Mittel (meist Salben, die unter Verbänden und Umschlägen aufgetragen wurden sowie Streupulver aus den unterschiedlichsten Stoffen) und schleimhautwirksame Mittel (Klistier, Zäpfchen, Tampons; Räucherungen, Inhalationen, Dampfbäder; Gurgel- und Niesmittel).

Eine Vielzahl von Rezepturen wurde schriftlich auf Tontäfelchen festgehalten. Diese Rezepturen folgten immer demselben Schema: zunächst werden die Symptome geschildert, dann die Indikation beschrieben, dann folgen Anweisungen zur Herstellung der Arznei sowie die Applikationsart des Medikaments. Viele Rezepturen waren eindeutig somatischen Charakters, andere – vor allem Rezepte über Klistiere und Räucherungen – reflektieren die magischen Vorstellungen der Babylonier. Insgesamt ergibt sich das Bild eines hauptsächlich mit Arzneimitteln und entsprechenden magisch-religiösen Ritualen und Besprechungsformeln therapierenden Arztes, der ein durchaus umfassendes Heilwissen gehabt haben muß.

Die Anfänge

Die ersten Konflikte in der Ausübung der Heilkunde kamen mit der Bildung von größeren Gemeinschaften und der Entstehung von Staatswesen. Zunächst hatten sich Volksheilkunde und – nachdem einige Völker ihren Glauben zu kultivieren begannen - das Ausüben der Heilkunde durch Priester entwickelt.

Die gewerbsmäßige Ausübung der Heilkunde, d.h. die Heilung Kranker gegen Bezahlung, reicht bis in das Altertum zurück. In Ägypten, Babylonien, Indien und später auch in Griechenland wurde das Wissen um die Heilung in ein theoretisches System zusammengefaßt, was als Erhebung der Heilkunde zur Wissenschaft bezeichnet werden kann.

Eine Art von Ausbildung zum Arzt im Sinne von theoretischem und praktischem Unterricht gab es zuerst in den Asklepsiosschulen Griechenlands. Der Studienabschluß in Form der Ablegung eines Eides bedeutete die Zugehörigkeit zu einer Ärztezunft, der Asklepiadenzunft. Jedoch gab es auch Ärzte außerhalb dieser Gemeinschaft. Um als Heiler tätig sein zu können, war im antiken Griechenland kein Nachweis von Vorbildung erforderlich; Unterricht und Berufsausübung waren Privatsache. Neben einem hochentwickelten Arzttum blühte also auch die später sogenannte „Kurpfuscherei“, d.h. die Behandlung von Kranken ohne ärztliche Ausbildung. In dieser Zeit gab es allerdings auch schon eine Form von staatlicher Reglementierung: in den Gemeinden waren festangestellte und –besoldete Gemeindeärzte tätig.

Als Rom sich zu einem Imperium zu entwickeln begann, genügte dem „harten Bauern- und Soldatenvolk“ zunächst eine „primitive Volksmedizin“. Nach der Eroberung Griechenlands gelangten griechische Ärzte und mit ihnen der Asklepsius-Kult nach Rom. Im Jahre 46 v. Chr. erteilte Cäsar (= 44 v. Chr.) den griechischen Ärzten in Rom das römische Bürgerrecht. Nun konnte sich auch hier der Ärztestand entwickeln, dem sich bald auch vornehme Römer widmeten. Kaiser Augustus erteilte 10 v. Chr. allen Ärzten Immunität, d.h. sie wurden von allen Abgaben und bürgerlichen Lasten befreit. Kaiser Hadrian (76 – 138 n. Chr.) bestätigte 117 n. Chr. diese Regelung und Antonius Pius (138 – 161 n. Chr.) erneuerte sie, was dazu führte, daß der Ärztestand aufgrund seiner Lukrativität bald überfüllt war und neue Regelungen gefunden werden mußten. Noch Antonius Pius sah sich deshalb gezwungen, dem Arztberuf erste Beschränkungen aufzuerlegen. Von nun an bedurften die Ärzte der Approbation durch die Stadt, um die Privilegien zu erhalten. Dies führte zu einer Trennung des Standes in „privilegierte“ und „nicht-privilegierte“ Ärzte; neben den geachteten „Vollärzten“ gab es jede Menge „Spezialisten“. Die Beschränkungen der privilegierten Ärzte bedeuteten aber kein Verbot der Ausübung der Heilkunde für die nicht-privilegierten Heilbehandler: im römischen Reich herrschte weiterhin Kurierfreiheit. Haftbar gemacht werden konnte ein Heilbehandler nur bei unsachgemäßer Behandlung.

Fazit: In den kulturell entwickelten Staaten des Abendlandes stand die Ausübung der Heilkunde jedem frei.

 Die Heilpraktiker in der DDR

In der Heilpraktikerfrage machte die DDR dort weiter, wo das Dritte Reich aufgehört hatte. Die im Heilpraktikergesetz festgelegten Grundsätze wurden auf die „Bedürfnisse“ eines sozialistischen Staates angepaßt. Das Ziel, den Beruf des Heilpraktikers aussterben zu lassen, wurde weiterhin verfolgt. Für die „im Osten“ lebenden Heilpraktiker hieß das, daß eine Diktatur fast übergangslos mit einer anderen ausgetauscht wurde.

Das gesetzte Ziel wurde fast erreicht. 1960 gab es in der DDR noch schätzungsweise 78 praktizierende Heilpraktiker[1]. Aus der Tatsache, daß nach 1939 keine Heilpraktiker mehr zugelassen wurden - und die Anwärter im Normalfall auch eine Schulausbildung hinter sich gebracht und somit ein gewisses Alter erreicht hatten - ergibt sich, daß alle in der DDR tätigen Heilpraktiker spätestens 1921 geboren wurden. Dies führte im Laufe der Zeit zu der vom Staat erwünschten „biologischen Lösung“ des Problems:  Zum Zeitpunkt der Wende 1989/1990 waren dem Fachverband Deutscher Heilpraktiker gerade noch 10 Heilpraktiker bekannt, alle damals in einem Alter zwischen 70 und 85 Jahren.

Wie aber nun gestaltete sich das Leben und Praktizieren der naturkundlichen Heiler in der DDR? Was waren die schlimmsten Beschränkungen? Akzeptierte und nutzte die Bevölkerung weiterhin ihre Dienste? Wie war das Verhältnis untereinander? Wie die Zusammenarbeit mit den Ärzten und den Ministerien?

Nach den in den vorherigen Kapitel erörterten rechtlichen und politischen Gegebenheiten soll nun der Blick auf die individuellen Schicksale der unter dem sozialistischen Regime der DDR tätigen Heilpraktiker gelenkt werden. Durch die Berichte der wenigen verbliebenen Zeitzeugen sowie dem Aktenmaterial des Fachverbandes Deutscher Heilpraktiker gelangen die Tatsachen ans Licht....


 


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